
Körpermodifikationen wie Tattoos und Piercings sind zu sehr beliebten Formen des persönlichen Ausdrucks geworden. Sie sind oft mit spezifischen Schmerzen verbunden, die je nach verwendeter Technik und dem modifizierten Körperbereich variieren.
Tattoos beispielsweise beinhalten das Einfügen von Tinte unter die Haut mit Hilfe von Nadeln, was akute Schmerzen verursachen kann, insbesondere in empfindlichen Bereichen wie den Rippen oder den Knöcheln. Piercings hingegen bestehen darin, die Haut zu durchstechen, um Schmuck einzufügen, und der Schmerz kann kurz, aber intensiv sein, insbesondere bei Knorpelpiercings.
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Über Tattoos und Piercings hinaus gibt es auch andere Praktiken wie das Scarification oder subkutane Implantate, die ebenfalls mit Schmerzen verbunden sind, die oft ausgeprägter sind und strengere Nachsorge erfordern. Diese verschiedenen Formen der Körpermodifikation, obwohl oft ästhetisch, erfordern eine gute mentale und körperliche Vorbereitung aufgrund der Schmerzen und der potenziellen Risiken, die damit verbunden sind.
Die Schmerzen im Zusammenhang mit Tattoos
Ein Tattoo ist ein Bild, das mit einer Tätowiermaschine erstellt wird, indem Tinte unter die Haut eingeführt wird. Der Schmerz, der bei der Erstellung eines Tattoos empfunden wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Wahl des Körperbereichs ist entscheidend: Stellen, an denen die Haut dünn und nah an den Knochen ist, wie die Rippen, Knöchel oder Handgelenke, sind besonders schmerzhaft.
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Die Tätowiertechniken variieren und beeinflussen ebenfalls den Schmerz. Die Nadeln, die für feine Linien und Schattierungen verwendet werden, unterscheiden sich, was die Schmerzintensität verändert. Farbige Tattoos erfordern oft mehrere Nadelgänge, was die Dauer und Intensität des empfundenen Schmerzes erhöht.
Die Berichte von Enthusiasten
Nehmen wir das Beispiel von Jules, einem Enthusiasten für Körpermodifikationen, der in Bagnolet lebt und über 150 Tattoos trägt. Seiner Meinung nach ist der Schmerz ein intrinsischer Bestandteil der Kunst des Tätowierens. Er erklärt: “Jedes Tattoo hat seine eigene Schmerzgrenze, aber es ist eine mentale und körperliche Prüfung, die ich akzeptiere und die ich bereichernd finde.”
Die Schmerzen im Vergleich zu anderen Körpermodifikationen
Wenn Tattoos anhaltende Schmerzen verursachen können, sind diese oft weniger intensiv als bei einigen anderen Körpermodifikationen. Zum Beispiel kann das Piercing zwischen den Brüsten, aufgrund seiner Lage und der Nervenverteilung in diesem Bereich, akute und anhaltende Schmerzen verursachen. Ebenso können Scarifications oder subkutane Implantate stärkere Schmerzen hervorrufen und erfordern strengere Nachsorgemaßnahmen.
Die Schmerzen im Zusammenhang mit Piercings und anderen Körpermodifikationen
Piercings, genau wie Tattoos, beinhalten einen Hautdurchbruch. Der empfundene Schmerz hängt von der Position des Piercings und der verwendeten Technik ab. Die empfindlichsten Bereiche sind:
- die Brustwarzen
- das Nasenseptum
- die Genitalien
Diese Bereiche, die reich an Nervenenden sind, können den Prozess besonders schmerzhaft machen.
Andere Arten von Körpermodifikationen
Über Piercings hinaus gibt es auch andere Formen der Körpermodifikation. Das Zähnebleichen beispielsweise zielt darauf ab, die Farbe der Zähne aufzuhellen. Obwohl diese Praxis oft als ästhetisch wahrgenommen wird, kann sie extreme Zahnempfindlichkeit verursachen.
Die Kunstnägel, eine weitere gängige Körpermodifikation, erfordern das Anbringen von künstlichen Verlängerungen auf den natürlichen Nägeln. Allergische Reaktionen auf die verwendeten Produkte sind häufig und können Schmerzen und Infektionen verursachen.
Extreme Praktiken: Body Suspension
Die Body Suspension ist eine marginale Praxis, bei der der Körper an Haken, die in das Fleisch gestochen werden, aufgehängt wird. Diese Praxis, obwohl selten, wird in Frankreich und anderen Ländern praktiziert. Das Einführen der Haken verursacht intensive Schmerzen, und die Suspension selbst kann erhebliche körperliche Traumata verursachen.
Ausgrabungen in Australien haben Gegenstände entdeckt, die an die Nasenpiercings von Aborigine-Stämmen erinnern, während die neolithische Stätte von Boncuklu Tarla in der Türkei Beweise für Körpermodifikationen aus mehreren Jahrtausenden gezeigt hat. Diese Entdeckungen zeigen, dass diese Praktiken alt und universell sind.
Die Nationale Akademie der Pharmazie warnt vor risikobehafteten Praktiken, die im Internet beworben werden, und betont die Notwendigkeit, strenge Protokolle zu befolgen, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren.